Kochshow

Liebe geht durch den Magen…

Das Angebot ähnelt einer Kochshow im Stile des bekannten Fernsehkochs Tim Mälzer. Die Kommentare sind allerdings nicht zweideutig, sondern enthalten klare Ansagen zum Sinn von Weihnachten und unserem im Alltag gelebten christlichen Glauben.

Die logistischen Parameter: Ein Zelt mit mindestens 8 x 11 Meter und zwei Gasherde mit jeweils vier Flammen. Dazu jede Menge zusätzliche ehrenamtliche Helfer. Bei einem Profiküchengeräteverleih mietete die Gemeinde alle benötigten Geräte (Gasherde, Grillplatte und Doppelfriteuse). Biertische und große Kochtöpfe waren schnell organisiert. Jetzt ging es an die Ablaufplanung. 150 verschiedene Aufgaben waren zu vergeben, vom Servieren, Abwaschen, dem Shuttleservice zwischen Gemeinde und Weihnachtsmarkt, Licht und Technik, Auf- und Abbau.

Auf dem Menüplan standen: Wildschwein mit Schmetterlingsnudeln, ein scharfes indisches Currygericht, gratinierte Erdäpfel im Schinkenmantel mit Feldsalat und Orangendressing und als Dessert ein Apfel-Zimttraum, ein russischer Eintopf Borschtsch, Kasseler in Honig-Zimtglasur mit Bratkartoffeln und Wirsinggemüse, Lachsschnittchen als Vorspeise und Putenröllchen in Salbei mit Wildreis. Jedes Team hatte einen Zeitrahmen von zwei Stunden. Ein leckeres Gericht löste das andere ab. Schlag auf Schlag. Zwischendurch gab es an den Nachmittagen auch Plätzchenbacken und Chocolate Chip Cookies. Da durften Familien bzw. auch Kinder ran. Am Sonntagmorgen fiel der Gottesdienst aus, stattdessen gab es Hähnchenbrustfilet „Harissa Piroschka“ mit einer Dialogandacht zwischen Koch und Pastor.

„Unser Motto ging auf“, sagte Pastor Dietrich Ebeling nach der Durchführung einer besonderen Idee mit seiner Gemeinde (FeG Rhein-Sieg) in Sankt Augustin. Sein Fazit: „Die Gemeinde machte großartig mit. Rund 365 Essen konnten verkauft werden, dazu Getränke, Kaffee, Salate von der Salatbar und 50 Kilo Pommes. Das eingeplante Defizit wurde längst nicht erreicht – wir konnten fast kostendeckend arbeiten (bei rd. 2.800 € Kosten). Der große Andrang am Samstagabend und den ganzen Sonntag über führte zu einer unwahrscheinlichen Betriebsamkeit und einer tiefen Genugtuung bei allen  Beteiligten.“