Gottesdienst mal anders…

Sonntagmorgen anders – der besondere Gottesdienst…

Ein schönes Frühstück, ein aktuelles Thema für die Menschen von heute in ihrer Sprache und gute Musik: Das ist die Idee von „Sonntagmorgen anders – der besondere Gottesdienst“ der Freien evangelischen Gemeinde Usingen. Pastor Steffen Brack berichtet:

Wir beginnen „Sonntagmorgen anders“ bewusst am Sonntagmorgen erst um 10:30 Uhr für Spätaufsteher und starten mit einem gemütlichen Frühstück. Das eigentliche Gottesdienstprogramm beginnt dann um 11:15 Uhr und dauert 1 Std. bis 12:15 Uhr. Wir machen die Erfahrung, dass unsere Gäste kein Problem damit haben, wenn sie gerade bei uns gut gefrühstückt haben, auch über die Mittagszeit da zu sein.

Essen und Tischgruppen

Das Frühstück war bei uns in den ersten Überlegungen als Brunch gedacht mit Buffet. Das war so aber bei uns nicht durchführbar. Deshalb setzen wir alle Gottesdienstteilnehmer in Tischgruppen zwischen 8 und 10 Personen zusammen. Es gibt Tee, Kaffee und auch Wasser und Säfte als kalte Getränke. Die Organisatoren des Essens sprechen viele Gemeindemitglieder an, die dann schon zu Hause bestimmte Brötchen belegen. In der Küche wird dann am Sonntagmorgen alles auf verschiedene Platten verteilt, sodass nichts mehr am Tisch geschmiert werden muss. Durch Wurst, Braten, Käseaufschnitt hat es Brunch-Charakter, dazu reichen wir auch noch süßes Gebäck wie Apfeltaschen, Hörnchen usw.

Jede Tischgruppe hat einen „Tischverantwortlichen“, ein/e MitarbeiterIn, die sich um Gäste kümmert. So ergibt sich in den 45 Minuten Frühstück eine sehr entspannte Atmosphäre. Vor dem Frühstück beginnen wir um 10:30 Uhr meist mit einem kleinen Musik-Intro oder Chorlied, ganz kurze Begrüßung und Gebet und wüschen zunächst einmal guten Appetit.

Plakate, Einladungen und Presse

Für jeden „Sonntagmorgen anders“ Gottesdienst machen wir A3 Plakate, die wir in möglichst vielen Geschäften und Stellen in der Stadt und den umliegenden Dörfern aufhängen. Wir schreiben eine Pressemitteilung als Veranstaltungshinweis und schicken sie der lokalen Presse (soll dann 2-3 Tage vor dem Sonntag in den Zeitungen stehen; das klappt mal mehr oder weniger gut). Das Wichtigste ist unserer Erfahrung nach das persönliche Einladen mit einer gedruckten Einladung, die wir weitergeben, und viel Gebet in Gebetsgruppen, Hauskreisen und Sondergebetstreffen, zu denen aber oft nur wenige kommen. Plakate und Einladezettel stehen etwa 4 Wochen vor dem „Sonntagmorgen anders“ Gottesdienst für die Gemeindemitglieder zur Verfügung.

Musik

Wir versuchen unser Bestes zu geben, das ist aber auch immer noch ziemlich normal. Musikbegleitung entweder mit Klavier oder Gitarren und Midi-files im Hintergrund für Schlagzeug für ein bis zwei Gemeindelieder, gut verständliche Texte neuerer Lieder, aber keine Insider-Lobpreislieder. Wenn es klappt singt auch unser Gemeindechor, z.T. mit Soloeinsätzen.

Theater oder Lebensbericht („Zeugnis“)

Wir versuchen zum Thema passend einen Lebensbericht oder ein kleines Theaterstück vor der Predigt einzubauen, das klappt aber nicht immer. Lieber weglassen, bevor es nicht wirklich passt und zum Thema führt.

Kindergottesdienst parallel zum Hauptgottesdienst

Auch im Kindergottesdienst gibt es Frühstück an diesem Morgen. Für uns ist der Kindergottesdienst parallel zum Gottesdienst wichtig, da wir nur so auch ganze Familien und Alleinerziehende einladen können. Manchmal kommen auch Großeltern mit Enkeln.

Evangelistischer Vortrag/Predigt

Die Predigt ist an diesem Morgen eine evangelistische und dauert zwischen 30 und 40 Minuten. Wichtig ist eine gut verständliche Sprache und Erklären wichtiger christlicher Begriffe. Die evangelistische Predigt nimmt den Hauptteil der Zeit im Gottesdienst ein, da wir meinen, die Verkündigung des Evangeliums soll an diesem Morgen der Schwerpunkt sein. Wir laden evangelistisch begabte Redner ein oder der Gemeindepastor übernimmt  selbst die Predigt.

Nachversammlung

Wir haben bei unserem letzten „Sonntagmorgen anders Gottesdienst“ die Erfahrung gemacht, dass Menschen auch in einen Nebenraum kamen zu einer sog. Nachversammlung. Dort erklärt der Redner ganz konkret die Schritte und die Notwendigkeit einer Bekehrung zu Jesus Christus. Seelsorgemitarbeiter der Gemeinde sprechen mit den Menschen dann im Anschluss persönlich und helfen ihnen bei ihren Fragen und/oder führen sie zur Bekehrung. Wir verwenden dazu auch eine Entscheidungskarte und geben den Menschen einen ersten Bibelkurs mit zum Thema Heilsgewissheit. Wichtig ist auch, die Adresse der Menschen zu notieren, damit wir Kontakt halten und die Nacharbeit organisieren können. Wenn erforderlich, bieten wir einen Bibelkurs für die Nacharbeit an (Bruderhand, Neues Leben mit Jesus, Teil 1).

Vorbereitungsteam

Wir haben ein Vorbereitungsteam das aus z.Z. etwa 6-8 Mitarbeitern besteht. Wir planen Termine (zurzeit 4 x im Jahr „Sonntagmorgen anders Gottesdienste“) und verteilen die organisatorischen Aufgaben. Wir sind darauf angewiesen, viele andere in die Mitarbeit mit einzubinden.