Bibel und Essen

Baustellen-Frühstück

Straßenbauarbeiten prägten wochenlang das Leben vor dem Gemeindezentrum in der Sandershäuser Straße.

Es kam zu den üblichen Behinderungen und Parkplatzproblemen. Entgegen der bekannten Stimmung „gegen“ Bauarbeiter wollte die Freie evangelische Gemeinde Kassel-Ost ein Zeichen setzen und lud alle Bauarbeiter, Busfahrer und Mitarbeiter der benachbarten Schreinerei zu einem Frühstück in die Gemeinde ein.

Rund 50 Leute folgten tatsächlich in ihrer Frühstückspause dieser besonderen Einladung.

Pastor Mario Wege hatte zuvor mit den Firmenchefs den Termin abgesprochen. Zunächst kamen sie etwas zögerlich in das Gemeindehaus, dann wurde es aber im Foyer und im Bistro richtig eng.

Es gab Kaffee, Kuchen, kalte Getränke, belegte Brötchen und interessante Begegnungen.

Dem von seiner Arbeit nicht abkömmlichen Baggerfahrer und dem Menschen an der Teermaschine wurde sogar das Frühstück persönlich gebracht.

Bibel und Buffet

Wenn drei Paare aus unserer Nachbarschaft und aus dem befreundeten Bekanntenkreis der Einladung zu einem besonderen Abend in unsere Gemeinde folgen, dann ist das für uns in der FeG Kierspe eine sehr ermutigende Erfahrung.

Ingesamt waren fast 50 Prozent der Besucher Gäste. Mit Bibel & Buffet ist offensichtlich ein Veranstaltungskonzept gelungen, das in mehrfacher Hinsicht Appetit macht.

Als ich mit unseren Bekannten darüber sprach, baten sie um einen Tag Bedenkzeit. Dann sagten sie zu. Wenn man Gäste in die Gemeinde einlädt, muss man selbst überzeugt und begeistert von dem sein, was einen erwartet.

Die gute Aufmachung des Einlade-Flyers, die verbindliche Anmeldung mit Gästen und die aufwendige Organisation des Buffets durch Dagmar und Herrmann Schröder waren vielversprechend.

Aber eigene Erfahrungen mit Bibel & Buffet gab es noch nicht.

  • Deshalb war die Spannung groß. Werden die Gäste wirklich kommen?
  • Wird vor allem sie das Referat ansprechen?
  • Wird das Buffet die Geschmäcker treffen?
  • Dass alle diese Erwartungen noch übertroffen werden können, wer hätte das gedacht?

„Das hat uns gut gefallen. Wir sind beeindruckt.“

So kommentierten vor allem die Gäste den Abend. „Herzlichen Dank“ auch von Edeltraud und mir an alle Beteiligten.

Schön, wenn solche und weitere Anstöße zum Jahr der Bibel als Einladung zu einer persönlichen Beziehung mit Jesus Christus folgen.
Bernd Gaumann

Erfolgreiches Projekt in Bielefeld

Der Genuss ist kostenlos, Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Christliche Gemeinden in ganz Deutschland beteiligen sich an der Aktion „On the Move“. Auf belebten Plätzen der Innenstädte werden Bratwürstchen, Currywurst oder vegetarische Hamburger gereicht, dazu ein Mineralwasser.

Ziel der Organisatoren ist es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Wenn die Leute nicht in die Kirchen gehen, müssen wir eben auf die Straße“, sagt der Bielefelder Heinrich Baumann, der gemeinsam mit seiner Frau Sabine „On the Move“ in Deutschland etablieren will. Die ersten Aktionen in Dresden, Berlin und Bielefeld waren vielversprechend.

Dutzende von Kirchengemeinden haben sich zusammengetan und Hunderte von hungrigen Menschen mit gegrillten Leckereien versorgt.

In Bielefeld haben sich 26 Kirchen und Gemeinden zusammengetan.

300 Helferinnen und Helfer waren dabei. Das Szenario ist in allen Städten gleich.

Die Mitarbeiter sind an drei oder vier Tagen in den Innenstädten unterwegs und verteilen unaufwändig gedruckte Handzettel, die das kostenlose Würstchen bewerben.

Auf einem zentralen Platz sind Profigrills, Tische und Stühle aufgebaut.

Diese Ausstattung stellt der Verein „One the Move“ zur Verfügung. Die Kosten von rund 4.000 bis 5.000 Euro für Essen und Trinken teilen sich die örtlichen Kirchengemeinden.

Durchschnittlich werden in den zwei Stunden pro Tag rund 1.000 Essen ausgegeben. Pro Aktion sind das mindestens 4.000 Mahlzeiten.

„On the Move“ kommt ursprünglich aus Großbritannien, wo die Initiative 1997 in Birmingham gegründet wurde.

Mittlerweile hat sich die Bewegung der Gemeinden auf Frankreich, Spanien, Deutschland und Nigeria ausgeweitet.

Ende 2004 hatten 16.000 Helferinnen und Helfer mehr als 300.000 Menschen verköstigt.

Kontakt: On the Move Deutschland e. V.
Heinrich und Sabine Baumann