(PDF-Datei zum Ausdrucken)

 

 

  1. Mache dir bewusst, dass Jesus deinen Gesprächspartner/in über alle Maßen liebt, auch wenn er/sie ohne Glauben und mit einem anderen Lebensentwurf lebt. Unser/e Gesprächspartner/in ist ein gleichwertiges Gegenüber und nicht unser/e Gegner/in, den/die wir besiegen und überwältigen müssen.
  2. Interessiere dich ehrlich für die positiven Lebenserfahrungen, aber auch Enttäuschungen, Zweifel, Ängste und Sorgen des Menschen, mit dem du gerade sprechen darfst. Berichte von dem Halt und der Geborgenheit, die du durch deine Beziehung zu Christus (hoffentlich) erlebst.
  3. Bete vor, während und nach einem Gespräch über den Glauben ernsthaft für deine/n Gesprächspartner/in. Er/sie ist es wert. Lies Johannes 14,13: Du hast Vollmacht zum Beten.
  4. Schalte deinen Verstand ein, damit du nicht Fragen beantwortest, die dir gar nicht gestellt wurden. Eine Zwangsbeglückung ist nicht zielführend. Finde deshalb heraus, welche Fragen umtreiben und was wirklich helfen könnte. Schalte dein Herz vor jedem Gespräch über den Glauben ein. Dein Gegenüber muss spüren, dass es dir wirklich um ihn/sie geht. Lies hierzu Johannes 4,1-42. Jesus gibt uns hier ein Beispiel für ein evangelistisches Gespräch, das den Menschen nicht erschlägt, sondern befreit.
  5. Rede verständlich! Wenn du Gelegenheit hast jemandem das Evangelium zu erklären, begrenze dich auf das Wesentliche. Ein Hilfe dazu ist die ´(S)checkkarte zum Leben`. Auf einer Karte im Scheckkartenformat (immer dabei) findest du das Evangelium in konzentrierter Form, dazu Bibelstellenangaben und ein Übergabegebet. Zu beziehen für 0,40 € Ex. beim Referat Evangelisation des Bundes FeG. Email genügt: evangelisation@bund.feg.de
  6. Verabschiede dich von dem Glauben, du könntest alle Fragen beantworten. Es ist besser zu sagen: „Darauf kann ich auch keine Antwort geben“ als spekulative Antworten zu geben. Die Menschen erwarten nicht von uns, dass wir ein „wandelndes theologisches Lexikon“ sind.   Verabschiede dich ebenso von dem Glauben, du könntest einen Menschen bekehren. Du kannst ihn zu Jesus hin lieben und begleiten. Gott aber schenkt das Wunder der Umkehr und Erneuerung.
  7. Erzähl von kleinen und großen Wundern in deinem Leben. Lerne, deine ganz individuelle ´2WortGeschichte` zu erzählen. Eine Anleitung dazu findest du unter 2WortGeschichten.de – ein Projekt des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Bedenke dabei: Nur Echtes bewirkt Echtes. Täusche keine Erfahrung vor, die du nicht gemacht hast. Andererseits: Deine scheinbar nur kleinen Erfahrungen können in den Ohren der Menschen unglaublich sein, wenn sie von dir hören, dass du regelmäßig betest, dass du die Gewissheit des Ewigen Lebens hast oder dass du durch Gott Trost in deiner Trauer um einen geliebten Menschen gefunden hast.
  8. Vertraue darauf, dass Jesus dir in all deiner Schwachheit und Angst seine Autorität und Vollmacht verleiht. Lies Lukas 24,47: Du darfst in seinem Namen reden! Wenn du zu Veranstaltungen in die Gemeinde einlädst, tue es begeistert und mit dem Brustton der Überzeugung, dass man dort Christus begegnen kann. Vertraue darauf, dass der Heilige Geist dich bei einem Gespräch leitet.
  9. Lass dich nicht verstricken in kontroverse Themen wie z. B. die Evolutionstheorie. Behalte die Gesprächsführung in der Hand. Es geht zu allererst um dein Christuszeugnis.
  10. Beende ein Gespräch, wo immer möglich, mit der Frage: „Darf ich einmal für dich und deine Lebenssituation beten?“ Nur wenige Menschen werden das strikt ablehnen. Nach meinen Erfahrungen bewirken solche Gebete Wunder.